o-ton Köln
Garth Erasmus - Andreas O Hirsch: Palmblatt trifft auf indigenes Wissen der KhoiSan
Garth Erasmus und Andreas O. Hirsch verbindet eine Begeisterung für das Konstruieren elektroakustischer Instrumente und Improvisation. Durch die Kombination ihres Instrumentariums entsteht eine eigenwillige, ungeschliffene Musik an der Grenze zwischen Natur und elektronischer Transformation. Garth Erasmus entwickelt seine Instrumente basierend auf dem indigenen Wissen der KhoiSan: Zentral dabei ist neben der traditionellen Windpyp, Mouth Bows und diversen Blasinstrumenten die Ghôrrah, ein einsaitiger Bogen, der gestrichen, geklöppelt und gezupft werden kann. Andreas O. Hirsch’s Elektrifiziertes Palmblatt beruht auf dem Prinzip der afrikanischen Kalimba und öffnet in Verbindung mit Effekten einen Raum zwischen experimenteller Elektronik und elektroakustischer Musik mit einem Hang zu Fluxus, archaischen Elementen und eskapistischen Ausflügen.
Mit diesem Konzert setzen die Musiker ihre Zusammenarbeit fort. Garth Erasmus und Andreas O. Hirsch traten auf eine Initiative von Georg Dietzler / gerngesehen und gefördert von der Kunststiftung NRW zum ersten Mal im April/Mai 2026 gemeinsam beim Entanglements Festival in Johannesburg und Kapstadt auf.
Garth Erasmus (Kapstadt) ist ein südafrikanischer Künstler und Musiker. Seit 1985 hat sich sein Interesse von der Malerei herkommend auf die Musikproduktion sowie den Entwurf und Bau eigener Instrumente in Verbindung mit dem kulturellen Erbe der KhoiSan erweitert. Von 1999 bis 2012 war er Mitglied der südafrikanischen Aktivistengruppe Khoi Khonnexion. Seine musikalischen Werke sind vor allem durch eine unruhige Suche nach alternativen Ausdrucksformen und Materialien gekennzeichnet, darunter neben den selbstgebauten Instrumenten auch Field Recordings und Elektronik.
Andreas O. Hirsch (Köln) ist Musiker, Erfinder elektroakustischer Instrumente und bildender Künstler. „Sein Stil lässt sich als Teil einer kleinen, aber lebendigen Nische beschreiben: Musik, die klingt, als handle es sich um Volksmusik einer verlorenen Zivilisation, eine Art fremdartiger, postindustrieller Musik, die ebenso Science-Fiction zu sein scheint wie etwas, das aus der Urzeit stammen könnte, und sie ist so anschaulich, dass sie zu einem Soundtrack wird – ohne dass es dazu einen Film bräuchte.“ Josh Landry / musiquemachine.com (UK).
Unterstützt durch den IFM e.V. | Initiative Freie Musik Köln, gefördert mit Mitteln der Stadt Köln, Kulturamt.